Bedeutung in Zahlen

Seit 2009 erhebt der Fachverband Forum DistancE-Learning in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt Daten, die einen Überblick über die Nutzung des Fernunterrichts in Deutschland geben.
Die Fernunterrichtsstatistik zeigt auf den ersten Blick, dass die quantitative Bedeutung des Distance Learning zunimmt. Die Summe aller Fernkursteilnehmer stieg 2014 auf die Höchstmarke von 423.123 Teilnehmer an und bestätigt damit den wachsenden Trend. Bezogen auf das Jahr 2003 nutzten bis 2014 etwa 150.000 Personen mehr den Fernunterricht als Bildungsweg.

Deutlich über die Hälfte der Fernlerner nahm 2014 privat am zulassungspflichtigen Fernunterricht teil. Weitere rund 15.000 Teilnehmer bildeten sich in zulassungsfreien, innerbetrieblichen Schulungen weiter. Die Gruppe der Fernstudierenden an Präsenzhochschulen ist stark auf knapp über 40.000 Personen gewachsen. Etwas mehr als ein Viertel aller Fernlerner studierte 2014 jedoch an reinen Fernhochschulen.

Die Menge der Anbieter beziffert die Statistik auf über 450 Fernlehrinstitute, die knapp 3.500 Fernlehrangebote ausrichteten.

dreamstime_xs_13508136Besonders hoch fällt nach Auswertung des Fachverbandes die Resonanz für Kurse mit wirtschaftlicher und kaufmännischer Ausrichtung aus. Rund 25 Prozent aller Fernlerner wählten Kurse aus diesem Bereich. Gleichzeitig verzeichnet der Fachverband im Bereich Wirtschaft und kaufmännische Praxis das größte Kursangebot. An zweiter Stelle kommt der Bereich der Freizeit, Gesundheit und Haushaltsführung mit 18%. Als weiterer Bereich werden im Fernunterricht schulische und sonstige Lehrgänge stark nachgefragt, die beispielsweise auf Schulabschlüsse wie die Fachschulreife vorbereiten (13%). Die Statistik zeigt, dass Männer 2014 am häufigsten Fernunterricht mit dem Ziel des Betriebswirts, Technikers oder Übersetzers wählten. Mathematische, naturwissenschaftliche und EDV-Lehrgänge zogen ebenfalls mehr männliche Teilnehmer an als weibliche. In den Sprachen, den pädagogischen und psychologischen Angeboten dominierten hingegen weibliche Interessierte, wobei der Bereich der Wirtschaft und kaufmännischen Praxis am stärksten von den weiblichen Teilnehmerinnen besucht war. Trotz der starken Unterschiede hinsichtlich der Fächerwahl war das Geschlechterverhältnis insgesamt recht ausgeglichen.

Fernunterricht ist keine Frage des Alters wie die Statistik belegt. 2014 nahmen etwa gleich viele 21- bis 25-Jährige (15%) und 31- bis 35-Jährige (15%) an Fernlehrgängen teil. Etwas stärker fiel die Beteiligung der 26- bis 30-Jährigen (20%) aus. Mit 41-50 Jahren gibt es noch einmal eine rege Beteiligung (17%), ansonsten verteilt es sich auf um 10%.

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