FernUSG

Gemäß FernUSG handelt es sich bei einem Kursangebot um Fernunterricht, wenn dieser ganz oder teilweise mit einer räumlichen Trennung des Lehrenden und des Lernenden stattfindet. Überwiegend bearbeitet der Kursteilnehmer die Arbeitsmaterialien selbstständig beispielsweise von zuhause aus und unter freier Zeiteinteilung. Der Anbieter eines Fernkurses beziehungsweise seine Beauftragten verpflichten sich dazu, den Lernerfolg jedes Teilnehmers zu überwachen. Das bedeutet auch, dass Teilnehmern benötigte Hilfestellungen gewährt werden. Zum Teil geschieht das durch die Korrektur eingereichter Übungsaufgaben und durch regelmäßige Kontaktmöglichkeiten zum Tutor.

In der Regel fällt für die Teilnahme an einem Fernkurs eine Gebühr an. In dieser sind die benötigten Arbeitsmittel enthalten, unabhängig von der Art der verwendeten Medien. Für jeden Kursabschnitt entrichtet der Teilnehmer einen Teilbetrag. Im Gegenzug liefert der Veranstalter in bestimmten Zeitabständen die fortführenden Arbeitsmittel.

dreamstime_xs_12822827Der Teilnahme am Fernunterricht liegt ein schriftlicher Vertrag zugrunde. In diesem steht eindeutig, wer Teilnehmer und wer Anbieter ist. Die voraussichtliche Kursdauer von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren, der angestrebte Abschluss sowie sein Geltungsbereich und die Gliederung des Fernlehrgangs fassen den Ablauf zusammen. Spezifische Anforderungen an die Vorbildung, soweit diese erforderlich sind, können aus dem Vertrag hervorgehen. Ferner sollen wichtige Informationen über die zur Verfügung gestellten Lernmaterialien wie auch über den Ort und die Dauer des begleitenden Unterrichts erkennbar sein. Zum Vertragsumfang zählen außerdem Angaben zur Kursgebühr in voller Summe und auch zu den Teilbeträgen, sämtliche Zahlungsmodalitäten, Informationen zum Rücktrittsrecht und zur Vertragskündigung.

Ein weiteres Merkmal von Fernunterricht in Deutschland besteht in der Zulassungspflichtigkeit. Jeder weiterbildende Fernkurs muss durch die staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) geprüft werden, um die Zulassung als Vertriebsvoraussetzung zu erhalten. Diese kann zunächst vorläufig erteilt werden. Im Abstand von drei Jahren erfolgen erneute Begutachtungen, mithilfe derer die Qualität und Relevanz der einzelnen Angebote bewertet wird. Eine Ausnahme von der Zulassungspflicht gibt es: Kurse mit Themen zur Freizeitgestaltung, auch „Hobbykurse“ genannt. Ein Hinweis auf die gültige Zulassung des Kurses soll laut FernUSG auch im Teilnehmervertrag ausgewiesen sein. Zumindest aus den Informationsmaterialien muss die gültige Zulassung hervorgehen.

Zunehmend gewinnt E-Learning im Zusammenhang mit Fernunterricht an Bedeutung. Im Jahr 2012 stufte das Forum DistancE-Learning e. V. 76 Prozent aller Fernstudien sowie –lehrgänge als E-Learning-Angebote ein. Fernlernen verschmilzt demnach mit computergestütztem Wissenserwerb bis hin zum virtuellen Lernplatz.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen